Fragst Du Dich am Ende des Monats oft, wieso Du schon wieder so wenig Geld auf Deinem Konto hast? Oder bist Du am Ende des Monats sogar manchmal im Minus und Du kannst Dir nicht erklären wieso? Genauso ging es mir früher auch. Viele Jahre, vor allem in der Zeit meines Studiums und meiner Ausbildung, war ich regelmäßig jeden Monat blank und habe mir sogar oft Geld von meiner Familie oder von Freunden geliehen, um über die Runden zu kommen. Ich hatte ein gutes Leben, keine Frage, aber ich hatte immer gegen Ende des Monats ein wahnsinnig schlechtes Gefühl und habe manchmal sogar wochenlang vermieden, meinen Kontostand anzuschauen. 

Als ich vor 3 Jahren meinen Freund kennengelernt habe, war meine Ausbildung beendet, ich habe gut verdient, aber mir hat immer noch der Überblick über meine Finanzen gefehlt. Ich war am Ende des Monats nicht mehr im Minus, aber ich war shoppen, essen oder im Kino, ohne wirklich zu wissen, ob ich es mir leisten konnte. Mein Freund war das genaue Gegenteil von mir, hat sogar Geld in Aktien angelegt und wusste immer über seinen Kontostand Bescheid. Das wollte ich irgendwann auch.

Und so fing ich an, ein Haushaltsbuch zu führen, in dem ich über mehrere Monate hinweg alle laufenden Kosten, sowie alle spontanen Käufe eingetragen habe. Schon nach kurzer Zeit habe ich erkannt, dass ich für einige Dinge Geld bezahle, die ich überhaupt nicht mehr nutze. Da war ein Zeitschriftenabo, das mich gar nicht mehr interessiert hat, Apps, die ich vor vielen Jahren abonniert habe und die nicht einmal mehr auf meinem Handy installiert waren oder ein überteuerter Handyvertrag, der einfach nebenher lief und über den ich gar nicht mehr nachgedacht habe. 

Ich habe mich immer mehr für meine Finanzen interessiert, habe Preise und Verträge verglichen und kann heute sagen, dass ich wirklich froh und stolz darauf bin, immer über meine finanzielle Situation Bescheid zu wissen, einen Puffer zu haben, der mich ruhig schlafen lässt und jeden Monat einen gewissen Betrag sparen zu können. Und das kannst Du auch. 

In diesem Beitrag erkläre ich Dir, warum Du ein Haushaltsbuch führen solltest, an welche Kosten Du denken solltest und ich habe einen kostenlosen Haushaltsplan für Dich erstellt, den Du dir ganz einfach downloaden und ausdrucken kannst. Den Plan kannst Du jeden Monat ausdrucken, ausfüllen und abheften. 

                                                                       Hier Dein Haushaltsbuch downloaden!

Gründe für ein Haushaltsbuch:

  • Du hast einen kompletten Überblick über all Deine Kosten
  • Du erkennst, welche Positionen wahre Geldfresser sind
  • Du kannst versteckte Kosten aufdecken, die Dir vorher nicht bewusst waren
  • Du kannst unnötige Ausgaben in Zukunft unterlassen
  • Du erkennst, wieviel Geld Du im Monat ausgeben bzw. sparen kannst

Was gehört ins Haushaltsbuch?

1. Einnahmen

Dazu zählt alles, was sich positiv auf Deinen Kontostand auswirkt.

Beispiele für Einnahmen:

  • Lohn/Gehalt
  • Mieteinnahmen
  • Gelder vom Amt

2. Fixkosten

Fixkosten sind alle Ausgaben, die regelmäßig von Deinem Konto abgehen. Wenn Du bestimmte Sachen jährlich bezahlst, teile diese durch 12, Quartalszahlungen durch 3, um zum Zeitpunkt der Zahlungsfälligkeit den Betrag zur Verfügung zu haben. 

Beispiele für Fixkosten:

  • Miete
  • Kreditraten
  • Handyvertrag
  • Strom
  • Versicherungen
  • Abos (Streamingdienste, Apps,etc)
  • Fitnesstudio bzw. Vereinsbeitrag

Gehe in Ruhe all Deine Kontoauszüge des letzten Jahres durch und notiere Dir Deine Fixkosten. So übersiehst Du nichts, auch keine jährlichen Zahlungen. 

3. variable Kosten

Variable Kosten sind alle Ausgaben, die jeden Monat unterschiedlich ausfallen bzw. die Du nicht regelmäßig hast.

Beispiele für variable Kosten:

  • Einkäufe
  • Kleidung
  • Frisörbesuch
  • Kino
  • Essen im Restaurant

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Du durchschnittlich im Monat an variablen Kosten ausgibst, schau Dir die Ausgaben der letzten 3 Monate an und bilde einen Durchschnitt. Wenn Du ein Haushaltsbuch führst, ist es ab jetzt wichtig, dass Du (vor allem am Anfang) jede Kleinigkeit aufschreibst, die Du ausgibst. Selbst, wenn es das Brötchen beim Bäcker ist.

Und nun?

Nun hast Du einen ersten Überblick über Deine finanzielle Situation und es gibt 2 Möglichkeiten.

1. Deine Ausgaben sind höher als Deine Einnahmen.

Wenn es nur ein minimaler Betrag ist, reicht es, wenn Du an den variablen Kosten sparst. Vielleicht kannst Du Deine Restaurantbesuche begrenzen oder beim Wocheneinkauf etwas Geld einsparen (wie das geht, erfährst Du übrigens hier).

Wenn deine Ausgaben sehr viel höher sind als Deine Einnahmen, solltest Du die Fixkosten genauer anschauen. 

  • Kannst Du Verträge (bspw. Handyvertrag) bei einem anderen Anbieter günstiger bekommen?
  • Brauchst Du wirklich das Kochbox- oder Zeitschriftenabo?

Ganz wichtig ist, dass Du immer im Hinterkopf (oder besser noch schriftlich notiert hast), welche Verträge bzw. Abos wann auslaufen bzw. wann sie sich automatisch verlängern. Gerade bei längeren Laufzeiten ist es wichtig, dass Du die Kündigungsfrist beachtest, um kein weiteres Jahr oder noch länger für einen Vertrag zu bezahlen, den du eigentlich gar nicht mehr brauchst. 

Tipp: Sobald Du ein Abo oder einen Vertrag abschließt, schau Dir das Ablaufdatum an bzw. wie lang die Kündigungsfrist beträgt und mache Dir sofort eine Erinnerung in den Kalender Deines Handys. So läuft kein Vertrag oder Abo unbemerkt weiter und Du kannst rechtzeitig kündigen.

Wenn Du wissen möchtest, wie Du im Alltag Geld sparen kannst, dann klicke hier. Ich habe 10 Tricks für Dich, mit denen Du im Handumdrehen Geld sparst.

2. Deine Einnahmen sind höher als Deine Ausgaben

Eine perfekte Situation. Je nachdem, wieviel Geld Du im Monat übrig hast, kannst Du es:

  • ausgeben
  • anlegen 
  • sparen

Tipp: Wenn Du Dein Geld sparen möchtest, lege eine Summe fest und überweise diese sofort nach Zahlungseingang Deines Lohns/Gehalts auf ein separates Konto. Dadurch kommst Du nicht in Versuchung, es doch auszugeben.

 

 

Es bringt nichts, die Augen zu verschließen, wenn es um Deine Finanzen geht. Davon wird es nicht besser, im Gegenteil, es wird meist sogar schlimmer. Nimm Dir die Zeit und beschäftige Dich mit Deiner finanziellen Situation. Nur so kann sie besser werden und es beruhigt ungemein, wenn man weiß, wieviel Geld man wirklich zur Verfügung hat. So macht das Gönnen umso mehr Spaß. 

Hat Dir der Beitrag gefallen oder sogar weitergeholfen? Dann schreib’s mir doch in die Kommentare. Nutze meinen kostenlosen Haushaltsplan, um eine Übersicht über Deine Finanzen zu bekommen. Ich freue mich, wenn Du ihn ausdruckst und mir bei Instagram zeigst, dass Du ihn nutzt. Um nichts zu verpassen, folge mir bei Instagram, Pinterest und Facebook

 

 

5 Replies to “Endlich Geld sparen mit einem Haushaltsbuch”

  1. Avatar
    Sophia says:

    Mega hilfreich. Mir geht es wirklich so, dass ich aus Angst meinen Kontostand nicht anschaue… Das Haushaltsbuch kommt bei mir diese Woche auf die To-Do-Liste!

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  2. Avatar
    Anna says:

    Oh man, ich erkenne mich so gut wieder… Jetzt wird das angepackt. Danke für deine Hilfe.

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  3. Avatar
    Stephanie says:

    Hallo liebe Vanessa, dein Beitrag ist sehr lehrreich. Ich führe schon einige Jahre ein Haushaltsbuch allerdings mal mehr mal weniger. Gerade jetzt wo wir ein Haus haben, zwar zur Miete aber trotzdem mit hohen Kosten, müsste ich mich regelmäßiger daran setzen. Danke für deine Tipps. Ich nutze eine Excel Datei auf meinem Handy, die mir gleich alles ausrechnet. 💪🏻
    Liebe Grüße Stephanie

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