Zimmerpflanzen sind toll und machen jede Wohnung ein bisschen lebendiger. Doch so schön sie auch sind, gibt es auch hin und wieder Schädlinge, die Dir den Spaß an Pflanzen verderben können. Vor allem bei Instagram werde ich jede Woche am Pflanzenmontag mehrmals gefragt, wie die einzelnen Schädlinge bekämpft werden können. Damit Du nun weißt, welche Schädlinge es gibt, wie Du sie erkennen und vor allem, wie Du sie bekämpfen kannst, gibt es jetzt diesen Blogbeitrag.

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Thripse 

Aussehen

Thripse sind 1-3mm groß und haben eine dunkelbraune bis schwarze Farbe. Ihre schmalen Flügel sind gestreift. Die Larven von Thripsen sehen weiß bis gelblich aus. 

Befall

Thripse saugen mit ihrem Stechrüssel die äußeren Zellen der Blätter aus. Diese verfärben sich gelb und werden später durch das Eindringen von Luft silbrig. Bei einem starken Befall werden die Blätter fleckig, sie vertrocknen und werden schließlich von der Pflanze abgeworfen. Wenn Du schwarze Punkte auf den Blättern Deiner Pflanze siehst, handelt es sich um den Kot der Thripse.

Bekämpfung

Isolation ist das Erste, was Du tun solltest. So stellst Du sicher, dass die Thripse nicht auch Deine anderen Pflanzen befallen. Außerdem kannst Du die betroffene Pflanze mit Seifenlauge behandeln. Dafür mischst Du 1 Liter Wasser mit 2 EL Olivenöl und einem Spritzer Spülmittel. Diese Mischung gibst Du in eine Sprühflasche und besprühst damit die Blätter (Blattunterseite nicht vergessen) der betroffenen Pflanze.

Wollläuse

Aussehen

Wollläuse sind 5-7mm groß und haben eine weiß-rötliche Farbe. Sie sehen aus wie kleine Wattetupfen (das ist ihr Schutzpanzer).

Befall

Wollläuse saugen den Pflanzensaft aus und scheiden klebrigen Honigtau aus, der bei starkem Befall die Fotosynthese behindert. Bei einem Befall von Wollläusen verfärben sich die Blätter gelb und werden abgeworfen.

Bekämpfung

Wichtig ist auch hier die Isolation der mit Wollläusen befallenen Pflanzen. Außerdem lieben sie trockene Luft, sodass es manchmal schon ausreicht, sie mit einer hohen Luftfeuchtigkeit zu bekämpfen. Dazu duschst Du die Pflanze ab und stülpst anschließend eine Tüte darüber. Außerdem hilft ein Gemisch aus hochprozentigem Alkohol und flüssiger Kernseife, mit dem Du die Pflanze besprühst und danach gründlich abduschst. 

Blattläuse

Aussehen

Es gibt über 650 verschiedene Arten von Blattläusen, deren Farben von schwarz über grün bis hin zu gelb reichen. Es gibt sie von wenigen Millimetern bis hin zu 7mm Größe.

Befall

Blattläuse saugen den Pflanzensaft aus und hinterlassen Honigtau. Bei einem Blattlausbefall hat die Pflanze verkrüppelte oder zusammengerollte Blätter. 

Bekämpfung

Bei einem Befall mit Blattläusen hilft Neemöl (findest Du weiter unten oder hier). Das gibst Du zusammen mit Wasser in eine Sprühflasche und besprühst die Pflanze. Du kannst die Pflanze auch mit Brennnesselbrühe einsprühen. Dafür gibst Du 2 Hände voll Brennnesseln in 2 Liter kaltes Wasser und lässt das Gemisch 12 Stunden ziehen.

Spinnmilben

Aussehen

Spinnmilben sind 0,3-0,8mm kleine Tierchen, deren Farbe rötlich, gelblich oder grünlich sein kann. 

Befall

Durch die geringe Größe erkennt man einen Befall mit Spinnmilben nur an vielen hellen Punkten auf der Blattoberseite, vor allem aber an feinen Spinnfäden.

Bekämpfung

Auch bei Spinnmilben hilft hohe Luftfeuchtigkeit. Dazu die Pflanze abduschen und dann eine Tüte darüberstülpen. Außerdem können Raubmilben helfen, die einen Spinnmilbenbefall natürlich bekämpfen. 

Trauermücken

Aussehen

Trauermücken sind kleine Fliegen, die Obstfliegen ähneln, aber nur in der Nähe von Blumentöpfen zu finden sind. In der Erde befinden sich glasig-weiße Larven.

Befall

Einen Befall mit Trauermücken erkennst Du, wenn Du die Pflanze gießt und Dir kleine Fliegen entgegenkommen. Wenn Du die Erde genauer anschaust, kannst Du die kleinen Larven erkennen. Die erwachsenen, fliegenden Trauermücken sind nervig, aber nicht schädlich. Die Schädlinge sind hier die Larven, die sich von den Wurzeln der Pflanze ernähren, aber auch den ganzen Stamm einer Pflanze aushöhlen können.

Bekämpfung

Um die fliegenden Trauermücken zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, kannst Du bei einem leichten Befall fleischfressende Pflanzen einsetzen. Außerdem helfen gegen die erwachsenen Trauermücken Gelbsticker. Um die schädlichen Larven zu bekämpfen, kannst Du Nematoden einsetzen. Das sind kleine Fadenwürmer, die Du ins Gießwasser gibst und so natürlich gegen die Larven vorgehen kannst. Auch Neemöl im Gießwasser bekämpft die kleinen Larven. Wenn es sich um einen starken Befall handelt, ist es am besten, wenn Du die Erde komplett wechselst und dann vor allem die Wurzeln gründlich mit Wasser abspülst, um die Larven zu entfernen. 

Ich hoffe, dass dieser Beitrag Deine Pflanzen retten kann und Du die Schädlinge ab jetzt besser erkennen kannst. Wenn Du mehr über Pflanzen, deren Pflege und Vermehrung lernen möchtest, klicke hier. Wenn Du nichts mehr verpassen willst, folge mir bei Instagram, Pinterest und Facebook!

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