Cocktailabende, Kuschelstunden und Bräunen in der Sonne. Das alles habe ich am liebsten auf meinem Balkon. Das Gemüse und die Kräuter wachsen bereits fleißig, aber bisher hat mir immer etwas zum Wohlfühlen gefehlt. Doch das hat sich jetzt geändert, denn pünktlich zum Sommerbeginn ist mein Balkon endlich fertig. 

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Bei mir geschieht es immer ganz plötzlich: Ich sitze auf dem Sofa, denke über die Einrichtung meiner Wohnung nach und auf einmal ist da eine Idee in meinem Kopf. In letzter Zeit sind es ziemlich viele Ideen, die in meinem Kopf aufploppen und umgesetzt werden wollen. Aber das stört mich ganz und gar nicht, denn mit jedem Projekt fühle ich mich wohler in meinem Zuhause. Und genauso erging es mir auch mit dem Balkonbett. 

Eines Abends saß ich auf dem Sofa, habe über den Balkon und den kommenden Sommer nachgedacht und ganz plötzlich kam mir die Idee, ein Bett zu bauen. Da unser Balkon zwar lang, aber sehr schmal ist, wollte ich Idee eigentlich gleich wieder verwerfen, denn zuerst  hatte ich lediglich einen Plan mit Palettenmöbel im Kopf , der wegen der Maße aber überhaupt nicht gepasst hätten. Doch dann kam mir in den Sinn, das Bett komplett selbst zu bauen. Ganz einfach aus Brettern. Und so entstand mein Balkonbett.

Wenn Du dieses Bett nachbauen möchtest, ist es ganz wichtig, dass Du zuerst deinen Balkon richtig ausmisst. Hier geht es nämlich wirklich um Zentimeter, damit es auch hundertprozentig passt und das Material ausreicht.

Der Platz für mein Balkonbett war auf 1,11m x 2m begrenzt und diesen Platz wollte ich auch komplett ausfüllen, um eine gemütliche Liegewiese zu kreieren. Somit standen die ersten Maße bereits fest und ich habe mich um das Material gekümmert. Die Standardlänge für Bretter ist zum Glück 2 Meter und deshalb konnte ich mir eine Menge Sägearbeit sparen.  

Jetzt aber das Wichtigste:

Was benötigst Du für dein Balkonbett?

Du benötigst:

  • Bretter für die Liegefläche (je nach Platz deines Balkons ist die Anzahl variabel)
  • Bretter für die Querstreben (mindestens 3 Stück)
  • Bretter zum Stabilisieren (2 Stück)
  • Brett für T-Stücke
  • Kantholz für die Beine (je nach gewünschter Länge 1-2 Kanthölzer)
  • Holzlasur
  • Schrauben
  • Akkuschrauber
  • evtl. eine Säge & Schleifpapier
  • Zollstock

Für die Liegefläche habe ich mich für Universalbretter in der Farbe Mahagoni mit den Maßen 19 x 95 x 2000 mm entschieden. Die Breite des Bretts bestimmt auch die Lücke, die zwischen den Brettern freigelassen werden muss sowie die Anzahl der benötigten Bretter. Bei einer Breite des Balkons von 1,11m und Brettern mit 9,5 cm Breite habe ich mich für 8 Bretter und einer Lücke von 5 cm entschieden. 

Je breiter das Brett, umso kleiner ist die Anzahl, die Du benötigst. Nimm aber nicht zu wenige Bretter bzw. lasse die Lücken nicht zu groß, da das Bett sonst nicht stabil ist.

Für die Querstreben habe ich Glattkantbretter mit den Maßen 2000 x 100 x 18 mm benutzt. Diese werden später entgegengesetzt zur Liegefläche angeschraubt. Ich empfehle Dir, mindestens 3 Stück zu benutzen, um das Bett gut zu stabilisieren.

Die Länge dieser Bretter sollte der Breite der Liegefläche entsprechen. In meinem Fall habe ich sie also auf 1,11m zugeschnitten.

Die 3. “Etage” des Betts besteht aus 2 Schalbrettern aus Kiefer mit den Maßen 23 x 100 x 2000 mm. Diese werden unter den Querstreben parallel an den Außenseiten der Liegefläche angebracht und dienen zum Einen der Stabilität und zum Anderen als Verbindungsstück für die Beine. 

Diese 2 Bretter sollten dieselbe Länge haben wie deine Liegefläche.

Für die Beine habe ich ein Kantholz in Fichte mit den Maßen 2500 x 740 x 740 mm benutzt und in 20 cm lange Stücke gesägt. Die Länge kannst du nach Belieben variieren, je nachdem, wie hoch Du dein Bett haben möchtest. Für die Stabilität empfehle ich Dir, mindestens 5 Beine zu benutzen.

Zuletzt benötigst Du noch ein Verbindungsstück für die Beine, die an den Innenseiten befestigt werden, da hier nicht das Schalbrett aus Kiefer als Verbindung dient. Dafür kannst Du Holzreste mit der passenden Höhe benutzen.

Das klingt jetzt erst einmal sehr kompliziert, aber das ist es nicht. Versprochen! Lies Dir die Anleitung durch und Du wirst sehen, dass es meine Konstruktion extrem einfach nachzubauen ist.

So geht’s:

  1. Lasiere zuerst alle Bretter mit einer Holzlasur, um sie vor Wettereinflüssen zu schützen. So hast Du lange Freude an Deinem Balkonbett. Lasse die Lasur 24 Stunden trocknen, danach geht’s dann auch schon los mit dem Bau des Betts.

Ich habe mich für eine Lasur in der Farbe “Teak” entschieden, weil ich diese Nuance sehr mag und es alle Bretter schön dunkel färbt.

2. Nun geht es ans Zusammenbauen. Damit Dir die Schrauben nicht in den Hintern pieksen, verschraubst Du die erste und 2. Etage von oben. Alle anderen Bretter werden von unten verschraubt. Lege nun zuerst die 3 Querstreben auf den Boden und richte dann die Bretter für die Liegefläche darauf aus. Dafür legst Du am besten einen Zollstock ans obere Ende und misst zwischen jedem Brett die Lücken aus, die Du vorher ausgerechnet hast. Die Enden der Schalbretter sollten perfekt mit den Enden der Bretter für die Liegefläche abschließen.

Nun verschraubst Du die Bretter mit Holzschrauben. Nimm dafür nicht zu wenige, damit das Bett am Ende stabil ist.

3. Drehe jetzt die zusammengeschraubten Bretter herum, sodass die Querstreben obenauf liegen. Nun nimmst Du die 2 Schalbretter und befestigst an ihnen zuerst die Beine. Stelle dafür die Beine auf den Boden, lege das Schalbrett auf die Beine und richte die Beine an der Außenkante aus. Jetzt kannst Du mit langen Holzschrauben das Schalbrett an den Beinen befestigen. Wiederhole den Vorgang mit dem 2. Schalbrett.

4. Ist das geschafft, kannst Du die 2 Schalbretter mit den Beinen an den Querstreben befestigen. Achte darauf, dass sie parallel zu den Außenbrettern der Liegefläche ausgerichtet sind.

5. Zuletzt befestigst Du das T-Stück (bzw. dein Stück Holzrest) an dem Bein/den Beinen, die an die Innenfläche des Bettes geschraubt werden.

Und fertig ist das selbstgebaute Balkonbett. Für alles zusammen habe ich gerade einmal 98€ bezahlt. Die passende Auflage hat noch einmal 60€ gekostet und somit habe ich sehr günstig ein komplettes Balkonbett gebaut.

Ich freue mich, wenn Du es nachbaust und mir deine eigene Konstruktion zeigst, indem Du mich auf Instagram verlinkst. Wenn Du Lust auf weitere DIY-Projekte hast, stöbere hier. Um nichts zu verpassen folge mir auf Instagram, Facebook und Pinterest!

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